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human relations management

By - dr.otto

Anonyme Bewerbungen

Beim Lesen von Bewerbungsunterlagen werden wir durch Bilder, Namen, Orte und die eigenen Einstellungen beeinflusst und fällen Entscheidungen zum Nachteil der Bewerber. Hierzu gibt es eine Fülle von Untersuchungen. Der Autor selbst hat in einer wissenschaftlichen Versuchsreihe belegt, dass selbst die Herkunft aus Stadt oder Land die Glaubwürdigkeit einer Aussage beeinflusst.

So ist verständlich, dass die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes in Zusammenarbeit mit einigen namhaften Unternehmen nun überprüft, wie die Abläufe bei sog. „Anonymen Bewerbungen“ sich gestalten. Zuerst einmal will man sich auf die Rekrutierung von Nachwuchskräften beschränken.

Aber dieses Verfahren, so lobenswert es auch ist, menschliche Vorurteile auszuschalten, wird auf jeden Fall die Kosten für das Unternehmen in die Höhe treiben. Wenn ein Unternehmen z.B.  Azubi-Stellen ausschreibt, dann gibt es z.B. 400 Bewerbungen. Wenn am Schreibtisch nach „Aktenlage“ keine Auswahl mehr stattfindet, dann müssen mehr Assessments durchführt werden, um die zehn oder zwanzig Geeigneten zu finden oder es wird nach Zufall ausgewählt. Damit ist aber niemandem gedient.

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