otto beratung

human relations management

Bei der Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5, 6 Arbeitsschutzgesetz haben Arbeitgeber bei der Übertragung von Aufgaben an Arbeitnehmer deren Eignung in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich auch um psychische Gefährdungen bzw. psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Hierbei sollen betriebliche Faktoren wie Arbeitsorganisation, Über- oder Unterforderung, Qualifikation, Kommunikation, Führungsmethoden oder gar das Verhalten von Kunden als mögliche Belastungsfaktoren erkannt, bewertet und mitarbeitergerecht gestaltet werden.

Die Erfassung möglicher Belastungsfaktoren durch Fragebogen ermittelt aber häufig nur eine subjektive Beschreibung der Arbeitsbedingungen, evtl. individuelle Unzufriedenheit und Persönlichkeitsmerkmale, die wenig mit den objektiven Gegebenheiten korrelieren. Dies kann zu Verzerrungen in den Ergebnissen führen.

Daher empfiehlt es sich, expertengestützte Beobachtungsverfahren. Dabei werden strukturierte Beobachtungsinterviews durch geschulte Fachkräfte durchgeführt und ausgewertet.

Die Erfassung psychischer Belastungen erfordert neben einer gründlichen Ausbildung der mit der Analyse beauftragten Personen auch eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung des gesamten Prozesses.